Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte

VWL und Wirtschaftsgeschichte vertiefen die Einblicke in die Gesamtwirtschaft. Dabei stellen die beiden Vorlesungen Mikro- und Makroökonomie den Grundstock dar. Ergänzend dazu wird das Verständnis der wirtschaftlichen Entwicklung anhand der Vorlesung Wirtschafts- und Sozialgeschichte verdeutlicht. Außerdem habt ihr die Möglichkeit euch in eine bestimmte Richtung, Energieökonomie oder Umweltökonomie, zu vertiefen. Die gewonnen Erkenntnisse dienen dem besseren Verständnis der Wirtschaftsgeographie. Das Nebenfach wird vom Lehrstuhl für Computational Economics und dem Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre insb. Mikroökonomie (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften) geleitet.

Aufbau

Nach einer Änderung in der Prüfungsordnung hat sich das Nebenfach für den Beginn WiSe2020 verändert. Das Basismodul von 14CP ist nun verpflichtend. Aus den restlichen 4 Modulen müssen 2 gewählt werden.

Ausschnitt zu dem Nebenfach VWL und Wirtschaftsgeschichte

Pflichtveranstaltungen

Die Vorlesung Mikroökonomie 1 für BWLer umfasst nach einer kurzen Einführung in die Haushalts- und Unternehmenstheorie die wesentlichen Theorien über die Marktformenvollständiger Konkurrenz, des Monopols und des Oligopols. Die unterschiedlichen Marktformen und Modelle werden dabei im Rahmen einer allgemeinen theoriegeschichtlichen Einführung erörtert. Das didaktische Konzept innerhalb der Vorlesungen beruht auf der Kombination von Modellen und Fallstudien. Ferner werden die Studierenden mit Entscheidungssituationen konfrontiert, die sieselbständig lösen und die in der Vorlesung anschließend diskutiert werden. Die dazugehörige Übung vertieft die Vorlesung und muss bestanden werden.

In Makroökonomie werden Kenntnisse der Einbeziehung internationaler Wirtschaftsbeziehungen aufbauend auf den Zusammenhängen und den Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen sowie der Analyse individueller Entscheidungen und der Interaktionen auf Güter-, Arbeits- und Finanzmärkten gesamtwirtschaftliche Phänomene wie Wachstum und Arbeitslosigkeit sowie deren wirtschaftspolitische Implikationen behandelt. Betrachtet werden anschließend die Auswirkungen von Geld- und Fiskalpolitik in geschlossenen und offenen Volkswirtschaften, die Funktionsweise moderner geldpolitischer Institutionen, die Ursachen und Konsequenzen von Inflation, und die Rolle von Erwartungen für die kurz- und mittelfristigen Effekte staatlicher Interventionen. Die dazugehörige Übung vertieft die Vorlesung und muss bestanden werden.

Wahlpflichtveranstaltungen

Einführung in die empirische Wirtschaftsforschung behandelt statistische Grundlagen für Ökonometrie, die Schätzung linearer Regressionsmodelle (kleinste Quadrate, Hypothesentests), OLS (Fehlspezifikation, Endogeneität , Heteroskedastizität , IV Schätzung) und wie mit realen Daten gearbeitet wird. Es kann eine Notenaufbesserung im Rahmen des E-Learning erlangt werden.

Mikroökonomie II behandelt aufbauend auf Mikroökonomie I die Ansätze der Oligopoltheorie, der dynamischen Spieltheorie und der Informationsökonomik. Zudem werden externe Effekte, öffentliche Güter sowie Wettbewerbs- und Regulierungspolitik behandelt. Über eine themenbezogene Präsentation in einer Übung kann eine Notenaufbesserung um eine Notenstufe (0,3 P) erreicht werden.

International Business Strategy wird primär in deutscher Sprache abgehalten. Weitere Informationen liegen momentan noch nicht vor.

Energieökonomie beschäftigt sich mit folgenden Themen: 1) Kennenlernen der grundlegenden Bedingungen und Mechanismen, denen energiewirtschaftliches und -politisches Handeln ausgesetzt ist. 2) Aneignung eines energieökonomischen Basiswissens für theoriegeleitete und zielgerichtete Entscheidungen auf Energiemärkten. 3) Aneignung von zentralen Einblicken in die Bedeutung und ökonomische Bewertung von konventionellen und alternativen Energiequellen und -trägern. 4) Kennenlernen des Bottom-Up- und des Top-Down-Ansatzes zur Analyse der Energienachfrage. 5) Kennenlernen der wichtigsten Aspekte der Märkte für feste, flüssige und gasförmige, neue erneuerbare Energieträger, Kernenergie, Elektrizität und Treibhausgas-Emissionen. 6) Erfassung der Bedeutung der externen Effekte und Kosten in der Energiewirtschaft und der Möglichkeiten und Strategien für eine Internalisierung. 7) Gemeinsame Analyse der Ziele und Implikationen der Energiewende als gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationsprozesse. Die Bewertung erfolgt durch eine Klausur oder durch eine mündliche Prüfung in Kleingruppen, wenn die Anzahl der Studierenden unter 12 liegt.

Was hat mir schlecht gefallen

A: Sehr interessant, aber mir hat der geographische Aspekt etwas gefehlt.

Was hätte ich gerne vorher gewusst

A: Für Mikro- und Makroökonomie bestehen die Klausuren fast nur aus Matheaufgaben, was ich mir nicht so vorgestellt hatte. Es wurde in der Vorlesung zwar auch Inhalt vermittelt, dieser wurde in der Prüfung aber nicht abgefragt und war daher, wenn man nur bestehen will, unnötig. Die Übung ist deutlich wichtiger, da hier Aufgaben genau wie in der Klausur besprochen werden.

Muss ich etwas dafür mitbringen?

A: Für Mikro- und Makroökonomie sollte man Grundkenntnisse in Mathematik vorweisen können.

Irgendwelche sonstigen Tipps?

Ihr könnt das Nebenfach auch verkürzt als Wahlpflichtmodul wählen.