Mathematik

Das Nebenfach Mathe scheint auf den ersten Blick eher als eine „Randsportart“ in der Geographie. Besonders für physische Geographen kann es sich aber lohnen über die Geostatistik hinaus mathematische Grundlagen zu vertiefen. Auch in der Versicherungsbranche wird es gerne gesehen, wenn ihr Mathe belegt habt. Das Nebenfach wird vom Lehrstuhl für Angewandte Analysis und dem Lehrstuhl für Statistik und Data Science (Fakultät Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) geleitet. Die Vorlesungen sind anspruchsvoll, aber eröffnen euch Chancen im weiteren Verlauf eures Studiums und im Berufsleben.

Aufbau

Es gibt nur Pflichtveranstaltungen und keine Wahlpflichtveranstaltungen.

Ausschnitt aus der Prüfungsordnung 2019 zum Nebenfach Mathematik

In Höhere Mathematik 1 werden reale und komplexe Zahlen, Gleichungen, Funktionen (exponential und logarithmisch), Grenzwerte, Konvergenz, Induktion und Kontinuität, Ableitungen und Integrale behandelt. Darüber hinaus beschäftigt sich die VL mit Theoremen und Formeln (Taylor, Newton, Leibniz, Cramer, Gauss) und Matrizen. Die dazugehörigen Übungen stellen die Zulassung für die Klausur dar.

Höhere Mathematik 2 baut auf HöMa1 auf und behandelt vertieft Matrizen, Integrale, Taylor, Euler, Gronwall und Hamilton. Auch hier ist eine Übung mit Anwesenheit als Zulassung zu der Klausur Pflicht.

Höhere Mathematik 3 beschäftigt sich mit: Gewöhnlichen Differentialgleichungen (Existenz und Eindeutigkeitssätze, Lösungsmethoden wie etwa Trennung der Variablen, lineare Differentialgleichung, Differentialgleichungssysteme), Mehrdimensionaler Integration (Flächen-, Volumen-, Kurven-, Oberflächenintegrale) sowie Vektoranalysis (Divergenz und Rotation, Integralsätze) und Grundbegriffen der Fourier-Analyse. HöMa1 und 2 sind Voraussetzung sowie die dazu passende Übung.

Inhalt der Einführung in die Angewandte Stochastik sind die Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Statistik, um die stochastischen Modelle zu verstehen, die in der Informatik angewandt werden. Dies beinhaltet: Diskrete Wahrscheinlichkeitsräume, Grundregeln der Kombinatorik, bedingte Wahrscheinlichkeiten, Zufallsvariablen und Erwartungswerte. Kenntnisse in Analysis für Informatiker sind nützlich. Auch hierzu gibt es eine Übung mit Anwesenheit als Zulassung zu der Klausur.