Geowissenschaften I

Geowissenschaften als Nebenfach bietet dir einen Einblick in geowissenschaftliche Themen jenseits der physischen Geographie. Neben einem Überblick über die Erdgeschichte erfährst du hier etwas über die Entstehung und Verbreitung der verschiedenen Gesteine und die Prozesse, die die Erdoberfläche wie sie heute besteht geformt haben. Das Nebenfach Geologie ist eine gute Wahl, wenn du dich für Physische Geographie interessierst und einen tieferen Einblick in die Dynamik der Erde haben willst. Das Nebenfach Geowissenschaften wird von der Fakultät für Georessourcen und Materialtechnik angeboten. Vervollständigt werden die Vorlesungen und Übungen durch mindestens 5 Exkursionstage.

Aufbau

Ausschnitt aus der Prüfungsordnung 2019 zum Nebenfach Geowissenschaften I

Pflichtveranstaltungen

In Allgemeine Geologie werden die Grundlagen des Erdaufbaus (stoffliche Zusammensetzung, Atmosphäre und Hydrosphäre, gesteinsbildende Minerale, Gesteinstypen), die exogene Dynamik (Verwitterung, Erosion, Bodenbildung, Transport, Sedimentation, Diagenese), die endogene Dynamik (Tektonik, Plutonismus, Vulkanismus) und die Dynamik der Lithosphäre (Erdbeben, Plattentektonik und Gebirgsbildung) gelehrt. Zudem wird ein Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten in der Berufspraxis gegeben.

Erdgeschichte behandelt die Methoden der Altersbestimmung (geologisch, physikalisch, chemisch) und die Methoden der Paläogeographie sowie der Biostratigraphie. Es werden die Systeme der Erdgeschichte besprochen sowie die fossile Flora und Fauna, Ablagerungsbedingungen und weltweite Korrelationen.

In der Vorlesung der Gesteinskunde werden eine Vielzahl an Gesteinen auf unterschiedliche Methoden klassifiziert. Es findet zudem eine Abschlussexkursion statt. In der Übung werden die Grundlagen zur Gesteinsansprache vermittelt. Kenntnisse zu den wichtigsten gesteinsbildenden Mineralen werden vertieft und Fachvokabular geübt. Mit verschiedenen Informationen sollen Studierende in der Lage sein Handstücke zu beschreiben und zu identifizieren. Die häufigsten Gesteinsarten Mitteleuropas und deren Merkmale sollen bestimmt werden können. Weiterhin gibt es hierzu ein Tutorium.

Die Regionale Geologie verknüpft Inhalte der historischen und regionalen Geologie durch Besprechung der geodynamischen Entwicklung der Krustenblöcke um Meso-/Känozoikum anhand ausgewählter Fallbeispiele (Nordsee, Zentraleuropäisches Becken, Mitteleuropäische Senkungszone, Pariser Becken, Golf von Mexiko). Es soll ein Überblick über die Hauptverbreitungsgebiete, die Gesteine und die Lagerstätten gegeben werden und die Verknüpfung zur Tektogenese hergestellt werden.

Einführung in die Sedimentologie (Exogene Dynamik 1) beschäftigt sich mit der Herkunft sedimentärer Partikel, den Massentransportprozessen, der Struktur, der Schichtung und der mineralogischen Zusammensetzung von Sedimenten. Es werden Prozesse und Ablagerungen in Wüsten, alluvialen Fächern, Flüssen und Deltas, Seen und Gletschern, Stränden und Ozeanen besprochen.

Endogene Dynamik 1 ist das Gegenstück zu Exogener Dynamik 1 und vermittelt die Grundlagen der duktilen und spröden Gesteinsverformung und gibt eine Übersicht zu den wichtigsten Deformationsstrukturen, Plattentektonik, Prozessen an Plattengrenzen, Vulkanismus, Magmatismus und Metamorphose.

Für Geologische Arbeitsmethoden und Kartenkunde ist es sinnvoll die Übung Gesteinskunde erfolgreich absolviert zu haben.  Es werden Darstellung von Gesteinskörpern, Flächen und Linearen in geologischen Karten und Profilen; Bestimmung der Raumlage von Schichtflächen; Bohrlochkorrelationen und Mächtigkeitsermittlung aus Bohrlochdaten; Lagerstättenkonstruktionen; Darstellung von Flächen und Linearen im Schmidt‘schen Netz; Bestimmung von Falten und Faltenachsen; Ermittlung von Schüttungsrichtungen und Rotation von Flächen behandelt.

Wahlpflichtveranstaltungen

Zu den Exkursionen liegen uns momentan keine Informationen vor.

Was hat mir gut gefallen

A: Es gibt Überschneidungen mit der physischen Geographie, sodass man bereits Vorwissen in einigen Teilaspekten der Vertiefungsvorlesungen hat. Das Nebenfach bildet eine sehr gute Ergänzung zum Hauptstudium.

Was hätte ich gerne vorher gewusst

A: Es ist nicht ganz einfach die Exkursionstage vollzubekommen, da viele Geowissenschaftler die Plätze ebenfalls haben wollen. Also nicht warten bis zum Schluss!

Muss ich etwas dafür mitbringen?

Lediglich in der endogenen Dynamik wird gerechnet. Hierfür sind ein paar Mathekenntnisse in Algebra von Vorteil. Grundkenntnisse in Physik sind ebenfalls von Vorteil, können aber auch erlernt werden.

Irgendwelche sonstigen Tipps?

Es gibt im Master ein noch viel umfangreicheres Nebenfach mit sehr vielen Wahlpflichtfächern (Geowissenschaften II). Der Abschluss von Geowissenschaften 1 im Bachelor ist dafür Voraussetzung.

Die Geländetage werden meist in der Eifel absolviert.

Achtet darauf, die Veranstaltungen richtig zu wählen, da es Kombiklausuren gibt!

Ihr könnt das Nebenfach auch als Wahlpflichtmodul wählen.