Biologie

Biologie wird im kommenden Wintersemester 2020 erstmals auch für Bachelorstudierende eingeführt. Die Biologie befasst sich mit der Organisation und Entwicklung von Lebewesen sowie mit deren Strukturen und Prozessen. Zudem versucht die Biologie die Gesetzmäßigkeiten des Lebens aufzuklären und für den Menschen nutzbar zu machen. In der Geographie bildet die Biosphäre die Schnittstelle zu dem Fach Biologie. Das sehr breit gefächerte Nebenfach wird von den Lehrstühlen der Biologie (Fakultät 1) geleitet.

Aufbau

Für den erfolgreichen Abschluss des Nebenfachs müsst ihr 3 aus 8 Wahlpflichtmodulen à 10 CP wählen.

Ausschnitt zum Nebenfach Biologie

Pflichtveranstaltungen

Es gibt in diesem Nebenfach keine Pflichtveranstaltungen.

Wahlpflichtveranstaltungen

Es müssen 3 Wahlpflichtmodule gewählt werden.

Ökologie

Einführung in die Ökologie behandelt die Wirkung von Umweltfaktoren auf Individuen, Populationen und Lebensgemeinschaften sowie die Populationsdynamik, Struktur und Funktion von Ökosystemen.

In Botanische und zoologische Bestimmungsübungen wird eine Einführung in die wichtigsten Bestimmungsmerkmale im Tierreich und eine exemplarische Bestimmung von Vertretern verschiedener Tiergruppen gegeben. Es werden Demonstration typischer Tierarten in ausgewählten Biotopen vorgezeigt und es gibt Geländetage. Hier werden exemplarische Bestimmung wichtiger Pflanzen der einheimischen Flora und Vermittlung grundlegender Kenntnisse über Standortansprüche und Verbreitung charakteristischer Arten im Freiland gelehrt.

Fortgeschrittene Ökologie

Zu der Vorlesung Ökologie terrestrischer Systeme gibt es noch keine Informationen.

In der Veranstaltung Ökologie limnischer Systeme werden spezielle Kenntnisse zur Limnoökologie vermittelt unter Einbezug der anthropogen beeinflussten Zustände (Eutrophierung, Gewässerversauerung, Schadstoffbelastung). Weiterhin werden Methoden der Sanierung und Restaurierung von Gewässern, des Monitorings aquatischer Lebensgemeinschaften gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie, Fließgewässermonitoring mit Invertebraten und Fischen sowie Sedimentmonitoring und Bewertungsmodelle vermittelt.

Fortgeschrittene Bodenökologie beschäftigt sich damit den Boden als komplexes (Teil)Ökosystem zu verstehen und biotische und abiotische Zusammenhänge zu erkennen. In der Vorlesung erlangt ihr Kenntnisse über den Boden als bestimmenden Faktor des Standortes von Pflanzen und es wird die Rolle von Bodenmikro-organismen in Bezug auf Bodenqualität und Pflanzenernährung vermittelt.

Zu dem Seminar Fortgeschrittene Ökologie gibt es noch keine Informationen.

Umweltwissenschaften

Ökotoxikologie und Ökochemie setzt die Grundlagen von Ökologie und Chemie voraus. Hier werden Begriffe, Definitionen und die Geschichte von Umweltmedien (Boden, Wasser, Luft), Schadstoffen (Umweltrelevante organische Fremdstoffe, Umweltrelevante anorganische Fremdstoffe, Analytik, Abiotische Transformationsprozesse, Bioverfügbarkeit, Aufnahme) sowie Toxikokinetik (Bioakkumulation, Akute Toxizität, Biotische Transformationsprozesse, Mechanismus spezifischer Toxizität) und indirekten Effekten auf Ökosysteme analysiert. Zudem erfolgt eine Risikoanalyse und -bewertung.

Die Vorlesung Einführung in die Bodenökologie vermittelt die bodenkundlichen Grundlagen (Bodenbildung, Bodenarten, Gefüge, Einfluss von abiotischen Faktoren), gibt eine Übersicht über die wichtigsten Formenkreise der Bodenflora und Bodenfauna und deren Biologie, Aktivität und Bedeutung im Boden, und behandelt Interaktionen und Energetik innerhalb des Nahrungsgefüges.

Zu dem Seminar Umweltwissenschaften gibt es noch keine Informationen.

Konzepte der Ökotoxikologie

Konzepte der Ökotoxikologie behandelt Einblicke in Umwandlungs- und Transportprozesse von Chemikalien in der Umwelt in Abhängigkeit von ihren chemischen Eigenschaften und Umweltbedingungen. Die Studis sollen die Kompetenz erwerben, ökochemische Prozesse abschätzen und beurteilen zu können. Ziel ist es, die Exposition von Organismen in Böden und Gewässern aufgrund der Kenntnis der Verteilungs- und Umwandlungsmechanismen von Schadstoffen zu beurteilen, Fragestellungen, die sich in der ökochemischen Forschung ergeben. Sie sollen lernen, Effekte von Chemikalien einzeln und in Kombination mit anderen Xenobiotika und natürlichen Einflussfaktoren zu bewerten sowie mathematische Modellierung zur Effektvorhersage auf in vitro-Systeme, Individuen (QSAR) und zur Risikoabschätzung für Populationen und Lebensgemeinschaften anzuwenden. Weiterhin soll der kritische Umgang mit integrierten Konzepten wie Weight-of-Evidence-Strategien, Effekt-dirigierte Analysen und Alternativmethoden zu Tierversuchen erlernt werden.

Die gelehrten Inhalte dieses Moduls gehen, ebenso wie die zu vermittelnden Kompetenzen, über das Niveau eines Bachelormoduls hinaus. Aufbauend auf den Inhalten des Bachelors werden hier tiefergehende Inhalte / Kompetenzen auf Masterniveau erworben.

Das Seminar Konzepte der Ökotoxikologie wird bei Bedarf als Blockseminar abgehalten und befasst sich mit aktuellen Artikeln aus der wissenschaftlichen Literatur zu Themen der Vorlesungen „Umweltchemie und Umweltanaytik organischer Fremdstoffe“ sowie „Metalle in der Umwelt“. Die Teilnahme am Seminar schließt die Übernahme eines Themas, einen Vortrag und ein entsprechendes Scriptum ein.

Dieses Fach lässt sich thematisch gut mit Statistik in den Umweltwissenschaften verknüpfen.

Organismen

In der Vorlesung Bau der Organismen I (Tiere) werden Taxonomie, Systematik, Evolutionsprinzipien, Kladistik, eine Übersicht über das Tierreich mit den wichtigsten Stämmen einschließlich deren Entwicklung sowie Binde- und Stützgewebe, Skelette, Integument, Exkretion, Kreislauf, Atmung, und Verdauung behandelt.

Im dazugehörigen Praktikum Bau der Organismen I (Tiere) wird die Erarbeitung der Baupläne von typischen Vertretern wichtiger Tierstämme anhand von Präparationen, histologischen Präparaten und Beobachtung lebendiger Organismen gelehrt.

Bau der Organismen II (Pflanzen) gibt einen Überblick über die Organisationsformen und die Phylogenie der Pflanzen: vom Einzeller zum Vielzeller, von den Thallophyten zu den Landpflanzen; Struktur und Funktion der Gewebe und Gewebesysteme von Kormophyten; Bau und Entwicklung der Organe: Sprossachse, Blatt und Wurzel (homologe und analoge Organe); vegetative und sexuelle Vermehrung der Pflanzen (Generatioswechsel, Ausbildung von Sporen, Samen und Früchten); Einführung in Zielsetzung und Arbeitsmethoden der Systematik und Taxonomie (taxonomische Rangstufen und Nomenklatur).

Im dazugehörigen Praktikum Bau der Organismen II (Pflanzen) wird das Gelehrte aus der Vorlesung anhand von Präparationen, histologischen Präparaten und lebendiger Organismen gelehrt.

Physiologie

Die Vorlesung Tierphysiologie wird in folgende Themen eingeteilt: Stoffwechselphysiologie, Neurophysiologie, Sinnesphysiologie, Muskelphysiologie und vegetative Physiologie (Atmung, Herz und Kreislauf, Temperaturregelung, Exkretion, Verdauung).

Zu dem Praktikum Tierphysiologie liegen momentan noch keine Informationen vor.

Oder:

Zu der Vorlesung Pflanzenphysiologie liegen momentan noch keine Informationen vor.

In dem Praktikum Pflanzenphysiologie werden Atmung und Gärung, Enzymatik, Phytohormone, Photosynthese und der Wasserhaushalt bearbeitet. Es wird darüber hinaus empfohlen Einführung in die Biochemie und Zellbiologie zu belegen. Weitere Informationen liegen momentan noch nicht vor.

Praktikum Ökologie

Das Praktikum im Bereich der Ökologie eignet sich thematisch super, wenn ihr Ökologie/Fortgeschrittene Ökologie absolviert habt. Im Moment gibt es dazu keine weiteren Informationen.

Statistik in den Umweltwissenschaften

Die Statistik in der Ökotoxikologie beschäftigt sich mit: Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Stichprobentheorie, Hypothesentests, Varianzanalyse, multiple Tests, Korrelation und lineare Regression sowie nichtlineare Regression, statistische Vergleiche von EC-Werten, Bayessche Statistik, probabilitische Netzwerke, multivariate Statistik, statistische Modellierung und Explorative Datenanalyse, Ordinationsverfahren, Gradientenanalyse, Klassifikation und Auswertung von Mesokosmenexperimenten.

Die Übung Statistik in der Ökotoxikologie vertieft mit Beispielen die dazugehörige Vorlesung.

Was hat mir gut gefallen

A: Mir hat die Lernatmosphäre sehr gefallen, weil die Dozenten sehr nett sind und sich viel Mühe geben das Fach spannend zu unterrichten und die Studis zu begeistern. Außerdem gibt es sehr viele Wahlmöglichkeiten.

B: Die Einführung in die Ökologie mit den Bestimmungsübungen hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht.

Was hat mir schlecht gefallen

A: Es stehen nur wenige Beschreibungen zu den Kursen in RWTHonline. Man musste überall selber hinterher sein und über die genauen Bewertungen der Seminare (mit Note oder nur Bestehen) wusste ich auch nur selten richtig Bescheid. Ich habe mir deshalb oft viel mehr Mühe gemacht als gefordert war.

B: Die botanischen Bestimmungsübungen waren leider sehr schlecht organisiert, weil man sich sehr vieles, bzw. alles, selber aneignen musste und sie sehr viel Zeitaufwand gekostet hat.

Was hätte ich gerne vorher gewusst?

A: Ich hätte gerne gewusst, welche Prüfungsleistungen für jede Veranstaltung gefordert wird.

Was muss man dafür mitbringen?

A: Mathe und Physik sind noch nicht viel drangekommen, wenn dann Chemie. Aber auch da kann man alles selber erlernen.

B: Bei Statistik in den Umweltwissenschaften kommt viel Mathe dran, was in Teilen im Master in Geostatistik 2 gelehrt wird. Im Vergleich zu den anderen Veranstaltungen ist dieses Fach sehr theoretisch.

C: Die Kombiklausuren haben teilweise sehr viele CP, sodass der Aufwand für die Klausuren dementsprechend hoch ist und man sich genügend Zeit zur Vorbereitung nehmen sollte. Allgemein ist das Fach nur mit Fleiß und Interesse zu schaffen. Wer ein einfaches Nebenfach zum „mal eben nebenbei“ machen sucht, sollte sich etwas anderes suchen. Wer aber Spaß an der Natur hat und vieles zu heimischen Pflanzen lernen will ist hier an der richtigen Adresse.

Irgendwelche sonstigen Tipps?

Vereinzelt gibt es Doppelklausuren. Achtet also darauf, dass ihr die nötigen Fächer dazu zur gleichen Zeit belegt, damit ihr nicht ein Semester pausieren müsst!

Wenn ihr Fortgeschrittene Ökologie wählt, wird für die Fortgeschrittene Bodenökologie empfohlen (nicht verpflichtet!), dass ihr Einführung in die Bodenökologie vorher besucht.

Es gibt Geländetage, sodass auch mal öfter draußen Untersuchungen durchgeführt werden. In Kombination mit physischer Geographie kann das Fach also richtig Spaß machen!

Das Fach ist besonders interessant für physische Geographen.