Stadtplanung

Das Wahlpflichtmodul Stadtplanung vermittelt in einer Vorlesungen und Übungen zentrale Aspekte der Stadt- und Landschaftsplanung. Dort befasst ihr euch mit stadtplanerischen Arbeitsweisen und Methoden sowie der Entwicklung, Planung und Gestaltung einer Stadt. Das Modul wird von der Fakultät der Architektur (Fakultät 2) geleitet.

Aufbau

Grundlagen der Stadt- und Landschaftsplanung ist verpflichtend. Zusätzlich muss aus einem der drei restlichen Veranstaltungen gewählt werden.

Auszug zu dem Wahlpflichtmodul Stadtplanung

Pflichtveranstaltungen

Die Vorlesung Grundlagen der Stadt- und Landschaftsplanung wird von den drei Lehrstühlen der Stadtplanung gehalten und haben ihre verschiedenen Ausrichtungen in ihren Vorlesungen, welche alle Aspekte verschiedene der Stadtplanung behandeln:

Planungstheorie und Stadtentwicklung: Dort wird sich mit den verschiedenen Prozessen innerhalb einer Stadt auseinandergesetzt. Genau geht es dabei darum um die Wahrnehmung von Räumen, Trends in der Stadtentwicklung, Konzepte nachhaltiger räumlicher Entwicklung, Gestaltung von Prozessen innerhalb einer Stadt, Wohnen im Zusammenspiel verschiedener Maßstabsebenen, wie Prozesse der Baukultur und Stadtentwicklung zusammenspielen und was es für Praxisfelder in der Stadtplanung gibt.

Städtebau und Entwerfen: In der Vorlesung dieses Lehrstuhls wird sich mit den Trends, Leitbilder und Visionen des Städtebaus, aktuellen Aufgabenfelder im Städtebau, der Bedeutung von Hochhäusern in der Stadt, mit der Stadtbaugeschichte des künstlerischen Städtebaus und der funktionellen Stadt der Moderne, städtebauliche Strukturtypen, Stadtbausteinen und den Instrumenten der Gestaltsicherung beschäftigt.

Landschaftsplanung: In dem Teil des Lehrstuhls für Landschaftarchitektur geht es um das Lesen von Landschaften, die Beziehung von Landschaft und Stadt, städtische Freiräume, Handlungsfelder der Landschaftsarchitektur, grüner Infrastruktur, Urbaner Landwirtschaft, das entwerfen von Multifunktionalen Freiräumen, Freiraumbausteine und Landschaftsarchitektur als Strategie.

Wahlpflichtveranstaltungen

Die Vorlesung Grundlagen des Entwerfens beschäftigt sich mit den wesentlichen Aspekten des architektonischen und konzeptionellen Denkens uns besteht aus den drei Vorlesungen Wohnbau, Gebäudelehrehre und Städtebau. In den Vorlesungen werden die unterschiedlichen Entwurfsansätze der vergleichend besprochen und ein theoretisches und konzeptionelles Verständnis geschaffen, um dieses für den Entwurfsprozess nutzbar zu machen. Ziel ist es ein theoretische und konzeptionelle Bewusstsein und Verständnis beizubringen. Dort werden die Muster, Elemente, Räume und Typologien verschiedener Gebäudearten und Siedlungsmuster sowie räumliche Strategien und Methoden des Entwerfens beigebracht; Architektonische und städtebauliche Referenzen und konzeptioneller Ansätze werden dafür genutzt. Die wesentlichen Grundlagen des architektonischen und städtebaulichen Entwerfens und diese Grundlagen dessen sollen nach dem Modul benannt und analysiert werden können. Dieses erlernte Wissen soll dann in das Projekt-Module übertragen und im eigenen Entwerfen anwendet werden.

Das Modul Soziale, ökonomische und rechtliche Grundlagen besteht aus den Vorlesungen „Sozialwissenschaftliche Grundlagen“, „Planungsökonomie“ und „Bau- und Planungsrecht“.

  • In der Vorlesung „Sozialwissenschaftliche Grundlagen“ geht es um die funktionalen und sozialen Zusammenhänge von Architektur, Wohnen und Stadtentwicklung. Thematisiert werden z.B. die Bedürfnisse von Menschen und die Ausprägungen ihres Zusammenlebens, die Wahrnehmung, Nachfrage und Nutzung von Räumen und gesellschaftspolitische Phänomene. Dort wir mit den Grundlagen der Architektur-, Wohn- und Stadtsoziologie gearbeitet und ihr erhaltet einen Einblick in grundlegende sozialwissenschaftliche Konzepte, in Wechselbeziehungen zwischen Raum, Wahrnehmung und sozialem Verhalten und bekommt Einblicke in die Arbeitsweisen der Sozialwissenschaften. Ziel ist es zu lernen, wie Wissen über sozialwissenschaftliche Zusammenhänge in Architektur und Stadtentwicklung generiert werden kann.
  • Der Kurs „Planungsökonomie“ widmet sich den immobilienwirtschaftlichen Grundlagen. Hierzu werden Methoden und Instrumente für eine wirtschaftliche Planung und Optimierung im Rahmen der Projektentwicklung, -planung und -realisierung vorgestellt. Auch lernt ihr dort die Grundlagen des wirtschaftlichen Planens, Bauens und Realisierens in Bezug auf die folgenden Themenbereiche kennen:
  • Mengen- und Kostenplanung
  • Kosten- und Nutzenanalyse im Bauwesen
  • Investition und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
  • Immobilenprojektentwicklung und Feasibility Study
  • Projektmanagement und Terminplanung
  • Immobiliennutzung und Facility Management.
  • „Bau- und Planungsrecht“ befasst sich mit dem öffentlichen Baurecht. Die Veranstaltung vermittelt Grundkenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen des Planens und Bauens und gibt einen Überblicküber die wesentlichen formalisierten Verfahren und Instrumente. Dazu gehören Grundkenntnissen des deutschen Rechtwesens, erste Fachkenntnisse in den Bereichen des Planungs- und Bauordnungsrechts und das sich in den Gesetzestexten zurecht zu finden. Schwerpunkte der Vermittlung liegen in folgenden Themenfeldern:
  • Grundlagen des Planungsrechts
  • Aufgaben, Begriffe und Grundsätze der Bauleitplanung
  • Inhalt, Verfahren und Wirkungsbereiche von Bauleitplänen (Flächennutzungsplan / Bebauungsplan)
  • Anwendungs- und Genehmigungsfälle
  • Grundlagen des Bauordnungsrechts
  • Allgemeine Vorschriften der Landesbauordnung
  • Bebaubarkeit von Grundstücken
  • Anforderungen an bauliche Anlagen
  • Verfahrensrechtliche Vorschriften

Wahlfächer Stadtplanung besteht aus zwei Übungen bzw. Seminaren. Weitere Informationen hierzu werden in naher Zukunft eingefügt.

Was hat mir gefallen

Die Vorlesungen bieten einen sehr guten Einblick in die Stadtplanung und viele sehr anschauliche Beispiele werden dort behandelt. Da alle Professorinnen und Professoren selbst viel in Planungsbüros gearbeitet haben (und noch arbeiten) gibt es einen tiefen Einblick in den Alltag und die Projekte eines Städteplaners. Auch ist der Einblick spannendend, dass ein Städteplaner nicht gleich ein Planer sein muss, sondern auch eine Stadt anhand Prozesse gestalten und verändern kann. Auch bietet der gelehrte Stoff viele Punkte zum Anknüpfen der Vorlesungen Stadt- und Bevölkerungsgeographie, da bestimmte Themen vertieft behandelt werden (z.B. Quartiere, Demographischen Entwicklungen und die Bedeutung der Städte oder Transformation und Verdichtung der Städte).

Was hat mir nicht gefallen

Die Architekten haben eine andere Sichtweise auf eine Stadt: Sie sehen mehr aus einer gestalterischen Sicht, was besonders im Integrierten Projekt Stadt und Landschaft deutlich wird und eventuell zu Meinungsverschiedenheiten führen kann.

Was hätte ich gerne vorher gewusst

Bei Stadtplanung als Wahlpflichtfach können auch Kosten auftreten. Diese halten sich eher im kleinen Rahmen bzw. gibt es kaum. Bei eventuellem benutzten von InDesign oder Illustrator kann dort auf die Testversion (für eine Woche) zurückgegriffen werden oder kostenlose Alternativen (Inkscape) genutzt werden.

Muss man etwas dafür mitbringen?

Bei dem Wahlpflichtmodul Stadtplanung müsst ihr eigentlich nichts mitbringen. Für die Vorlesung und den Seminaren braucht ihr kein großes Vorwissen (außer Wissenschaftliches Schreiben für bestimmte Seminare eventuell) und entsprechenden Programme werden hier kaum benutzt. Es kann jedoch vorkommen, dass etwas mit Indesign/Illustrator für die Seminare angefertigt werden muss. Seid trotzdem offen euch auch mal mit diesen Programmen auseinanderzusetzen und dort ein paar Sachen anzufertigen, entsprechende Anleitungen gibt es im Internet eigentlich genug. Dies kann als eine gute Gelegenheit genutzt werden, sich für das später Berufsleben ein paar Adobe-Programme beizubringen.

Irgendwelche sonstigen Tipps?

Ihr könnt das Wahlpflichtfach auch als Nebenfach wählen.